Vorsorgevollmacht Patientenverfügung Sorgerechtsverfügung Trauerverfügung Tierverfügung Betreuungsverfügung

 

 

 

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Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht kann die gerichtliche Anordnung einer Betreuung vermieden werden. Eine Betreuung ist dann nicht erforderlich, wenn die Angelegenheiten des Betroffenen durch eine Vertrauensperson oder durch Hilfe in anderer Form ebenso gut wie durch einen gerichtlich bestellten Betreuer besorgt werden können. Eine Vorsorgevollmacht gilt daher nicht nur für den Fall einer dauerhaften Betreuungsbedürftigkeit, sondern auch wenn der Betroffene nur vorübergehend nicht mehr in der Lage sein sollte, seine Angelegenheiten selbst zu regeln. Link: § 1896 BGB

Patientenverfügung

Seit dem 01.09.2009 sind Patientenverfügungen bindend. In einer Patientenverfügung wird für den Fall, dass Sie keine eigenständigen Entscheidungen mehr treffen können, im Voraus festgelegt, ob und wie Sie in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden möchten. Sie können in der Patientenverfügung bestimmen, ob Sie in bestimmte Untersuchungen, ärztliche Behandlungen oder Eingriffe, die nicht unmittelbar bevorstehen, einwilligen oder diese untersagen. Dadurch können Sie Einfluss auf eine spätere ärztliche Behandlung nehmen, auch wenn Sie zum Zeitpunkt dieser ärztlichen Behandlung nicht mehr entscheidungsfähig sind.

Sorgerechtsverfügung

Leider passiert es tagtäglich, dass Menschen durch einen Unfall oder andere Unglücksfälle aus dem Leben gerissen werden. Nicht selten befinden sich unter den Opfern auch Eltern kleiner Kinder. In einem solchen Fall stellt sich dann natürlich die Frage nach deren Verbleib und wer nun für sie verantwortlich ist und sich um sie kümmert. Eine Sorgerechtsverfügung gibt die Möglichkeit, namentlich einen Vormund oder Pfleger zu bestimmen, dem Sie vertrauen. Sie können bestimmte Personen vom Erhalt des Sorgerechts ausschließen und so klar festlegen, bei wem Ihre Kinder am besten aufgehoben wären.

Trauerverfügung

In einer Trauerfallverfügung haben Sie die Möglichkeit, für Sie wichtige Dinge nach Ihrem Tod festzulegen. Dies könnten zum Beispiel sein: Bestattungsform, Ort, besondere Wünsche zur Trauerfeier und deren Finanzierung.

Tierverfügung

In einer Haus- bzw. Großtierverfügung kann jede volljährige Person den Aufenthaltsort, das Futter, die Unterbringung, die ärztliche Versorgung, den eventuellen Verkauf sowie alle damit verbunden finanziellen Angelegenheiten regeln.

Betreuungsverfügung

In einer Betreuungsverfügung können Sie Wünsche hinsichtlich einer Betreuung äußern, die Sie im Betreuungsfall möglicherweise krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr äußern können. Unterbringung, Ort und Art der Versorgung werden in einer Betreuungsverfügung genau geregelt und somit nicht dem Zufall überlassen. Diese Wünsche sind vom Gericht grundsätzlich zu berücksichtigen. Im Unterschied zur Vorsorgevollmacht räumt die Betreuungsverfügung einem Dritten keine Vollmacht ein.

 

 

Was kosten Vollmachten und Verfügungen vom Notar?

Beim Notar richtet sich die Gebühr für die Erstellung einer Vorsorgevollmacht nach dem Vermögen, welches von der Vollmacht erfasst wird. Beträgt sie bei einem anrechenbaren Vermögenswert von z.B. 50.000€ momentan 165€, kann diese bei höheren Vermögen bis auf 1.735€ steigen. Für eine notariell erstellte Patientenverfügung werden ca. 60€ berechnet. Die Sätze gelten pro Person zuzüglich Gebühren und gesetzlicher Mehrwertsteuer (Gerichts- und Notarkostengesetz).

Rechtsanwälte setzen für die Erstellung dieser Dokumente üblicherweise einen Stundensatz an, der regional variiert. Geht man z.B. von 200€ pro Stunde aus, können Kosten von 350€ bis 400€ zuzüglich Gebühren und gesetzlicher Mehrwertsteuer pro Person entstehen.

 

Was kosten Testamente vom Notar?

Beim Notar richtet sich die Gebühr für die Erstellung eines Testamentes nach dem vorhandenen Vermögen (Geschäftswert). Beträgt dieses inkl. einer Immobilie zum Beispiel 350.000€ werden für ein Einzeltestament 685€ und für ein gemeinschaftliches Testament 1.370€ zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer und Gebühren berechnet. Ein Erbschein ist in diesem Fall nicht notwendig.

 

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