Immer mehr Rentner zieht es in andere Länder: Daten der Deutschen Rentenversicherung zeigen, dass inzwischen sieben Prozent aller Renten ins Ausland überwiesen werden. Sie gehen an ehemalige Gastarbeiter, aber auch zunehmend mehr deutsche Staatsbürger.

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Die Deutsche Rentenversicherung zahlt einem Bericht zufolge immer mehr Renten an im Ausland lebende Ruheständler aus. In insgesamt 1,71 Millionen Fällen überwies sie im vergangenen Jahr Renten an Bezieher in anderen Ländern, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf eine Auswertung der Deutschen Rentenversicherung Bund berichtete. Dies seien fast ein Drittel mehr als noch vor 20 Jahren.

Inzwischen leben demnach fast sieben Prozent aller gut 20 Millionen Rentner, die in ihrem Erwerbsleben hierzulande Beiträge eingezahlt haben, im Ausland. Einen großen Anteil daran hat die erste Generation jener Arbeitskräfte, die in den 1960er- und 1970er-Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland kamen – vor allem aus Italien, Spanien, Griechenland, dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei.

„Viele der ehemaligen Arbeitnehmer sind nunmehr im Rentenalter und lassen sich die in Deutschland erworbene Rente nach Rückkehr in ihr Heimatland ins Ausland überweisen“, sagte Christian Amsinck, alternierender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund, der „FAZ“. Die Auswertung wurde in Vorbereitung auf die DRV-Vertreterversammlung am Mittwoch in Lübeck-Travemünde erstellt. Mehr erfahren